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Klaus Mann Schriftenreihe

6 Bände

Herausgegeben von Fredric Kroll

Neu: Bd. 4.2:
Im Zeichen der Volksfront

Die einzelnen Bände

Das Paket

zum Herausgeber



Pressestimmen

  Klaus Mann

"Bei weitem das Erschöpfendste, was je über diesen human case geschrieben wurde." (Golo Mann)

Viele Größen der europäischen Literatur lernte Klaus Mann schon in seinem Elternhaus kennen. Der Sohn von Thomas und Neffe Heinrich Manns zu sein, eröffnete ihm Welten, in denen er sich souverän bewegte, die er um seine eigenen Horizonte erweiterte, von denen er sich abgrenzte. Egal ob in Berlin, Hamburg oder Paris, in Amsterdam, Prag, Moskau oder New York - Klaus Mann stand in engem Kontakt zu Menschen, die die geistigen Strömungen der Zeit repräsentierten und auf die politischen Entwicklungen Einfluß nahmen.

Sein erstes Buch veröffentlicht Klaus Mann mit neunzehn Jahren: die Erzählungen "Vor dem Leben", gefolgt von seinem ersten Roman "Der fromme Tanz". Mit Verve reklamiert er in seinem "Coming-out" die Rechte der Jugend. Mit "Kind dieser Zeit" legt er 1932 seine erste Autobiographie vor und veröffentlicht im gleichen Jahr "Treffpunkt im Unendlichen", das aufregende Bild einer "verlorenen Generation" am Vorabend des Nationalsozialismus. Klaus Mann begibt sich einerseits in den Bann seiner Drogenerfahrung und ist andererseits bereit, politische Verantwortung zu übernehmen. 1933 geht er ins Exil und tut das ihm Mögliche, um die nun in Europa und Amerika verstreuten Autoren der Emigration zusammenzuhalten, die ganz unterschiedlich eingestellten Persönlichkeiten im antifaschistischen Kampf zu einen. Das Scheitern der Volksfront und der immer wahrscheinlicher werdende Krieg führen zu ersten großen Depressionen. 1937 geht Klaus Mann nach Amerika. Hier erscheinen sein Exilroman "Der Vulkan", seine zweite Autobiographie "The Turning Point", und "André Gide and the Crisis of Modern Thought", bevor er als Soldat der US-Armee nach Europa zurückkehrt. Der Sieg über Nazi-Deutschland ist für ihn mit zwei deprimierenden Erfahrungen verbunden: Die Allianz gegen Hitler zerbricht in zwei politische Lager und in Deutschland gilt der Exilant nichts. Klaus Manns Bücher und seine Stimme sind nicht gefragt. Am 21. Mai 1949 nimmt Klaus Mann sich in Cannes das Leben.

Die "Klaus-Mann-Schriftenreihe" zeichnet den Lebensweg des Autors nach, spürt das Wechselspiel von persönlichen und zeithistorischen Umständen auf. Vier Jahrzehnte haben die Autoren recherchiert, umfangreiche Korrespondenzen und persönliche Gespräche geführt. Auf diese Weise konnten sie die autobiografischen Zeugnisse Klaus Manns und die vorhandenen, bruchstückhaften Faktensammlungen um zahlreichen substanzielle Daten, Namen, Milieu- und Hintergrundinformationen bereichern. Vor diesem Hintergrund leisten sie auch eine umfassende Analyse des Gesamtwerks.

Die Schriftenreihe ist mehr als eine Biographie, mehr als ein Klaus-Mann-Forschungsbericht. Sie präsentiert ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte im Fokus einer einzigartigen Persönlichkeit. Gestartet wurde das Projekt in den siebziger Jahren in der eigens dafür gegründeten "Edition Klaus Blahak". Damals führten die Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays von Klaus Mann noch eine Randexistenz in der deutschen Literatur. Für das mit der Veröffentlichung von "Mephisto" einsetzende und bis heute wachsende Interesse an Klaus Mann liefert sie das wohl umfangreichste und am besten aufbereite Material. Erstmals wurden für den Teilband 4.2 auch die bisher für die Öffentlichkeit gesperrten Tagebücher Klaus Manns eingesehen.

Band 1: Bibliographie
mit einem Vorwort von Klaus Blahak
Erstausgabe 1976, 211 Seiten
20,00 EUR (D)/ 35,10 CHF/ 22,60 EUR (A)
ISBN 3-935596-91-X


Die Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays von Klaus Mann führten lange eine Randexistenz in der deutschen Literatur. Das Interesse an Klaus Mann stieg erst an, als trotz gerichtlichen Verbots der Roman "Mephisto" 1980 neu aufgelegt wurde. Mit der hier vorliegenden umfassenden Bibliographie fixiert der erste Band der "Klaus-Mann-Schriftenreihe" jedoch den Forschungsstand über Klaus Mann im Jahr 1976, also lange bevor eine neue Generation von LiteraturwissenschaftlerInnen den Autor gleichsam neu entdeckte. So hat diese Bibliographie die neuere Klaus-Mann-Forschung geprägt. Die weiteren Bände der Schriftenreihe haben die Ergebnisse dieser Forschungen aber auch aufgenommen und diese Bibliographie in den Anmerkungen kontinuierlich fortgeschrieben.


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Klaus Mann Band 2: Unordnung und früher Ruhm (1906 - 1927)
Erstausgabe 1977, 204 Seiten
24,00 EUR (D)/ 42,10 CHF/ 24,65 (A)
ISBN 3-935596-92-8


Mit neunzehn Jahren hat Klaus Mann sein erstes Buch veröffentlicht: die Erzählungen "Vor dem Leben". Es folgten der Roman "Der fromme Tanz" und die Erzählung "Kindernovelle", die Theaterstücke "Anja und Esther" und "Revue zu Vieren" und der Essayband "Heute und morgen". "Unordnung und früher Ruhm", der zweite Band der "Klaus-Mann-Schriftenreihe", umfaßt die Jahre 1906 bis 1927 im Leben des Autors. Er beschreibt seine Kindheit und Jugend, die Situation im Elternhaus und den Aufbruch, sich von der als "Greise" titulierten Elterngeneration abzusetzen, nach dem Desaster des Ersten Weltkriegs mit Verve das "Coming-out", das Recht der Jugend einzufordern.


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Klaus Mann Band 3: Vor der Sintflut (1927 - 1933)
Erstausgabe 1979, 256 Seiten
28,00 EUR (D)/ 49,00 CHF/ 28,80 EUR (A)
ISBN 3-935596-93-6


1927 brechen Klaus und Erika Mann zu ihrer ersten großen Weltreise auf: buchstäblich "Rundherum". In seinem Roman "Alexander" legt Klaus Mann seine Interpretation des bekannten Mythos von jugendlicher Macht und Utopie vor. Mit "Kind dieser Zeit" legt er 1932 seine erste Autobiographie vor und veröffentlicht im gleichen Jahr "Treffpunkt im Unendlichen", das aufregende Bild einer "verlorenen Generation" am Vorabend des Nationalsozialismus. "Vor der Sintflut", der dritte Band der "Klaus-Mann-Schriftenreihe", umfaßt die Jahre 1927 bis 1933. Er beschreibt die Entwicklung vom "Sturm und Drang" zum erwachsenen Romancier, der sich einerseits in den Bann seiner Drogenerfahrung begibt und andererseits bereit ist, politische Verantwortung zu übernehmen.


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Klaus Mann Band 4: Repräsentant des Exils (1933 - 1937)

Band 4.1: Sammlung der Kräfte (1933 - 1934)
Erstausgabe 1992, 389 Seiten
44,00 EUR (D)/ 76,00 CHF/ 45,20 EUR (A)
ISBN 3-935596-94-4


Klaus Mann gehörte zu jenen, die sehr schnell begriffen haben, was die Machtübertragung an die Nationalsozialisten bedeutete. Er ging ins Exil und tat das ihm Mögliche, die nun in Europa und Amerika zerstreuten Autoren der Emigration zusammenzuhalten, die ganz unterschiedlich eingestellten Persönlichkeiten im antifaschistischen Kampf zu einen. "Repräsentant des Exils" heißt der vierte Band der "Klaus-Mann-Schriftenreihe" über die Jahre seines europäischen Exils. Der erste Teil umfaßt die Jahre 1933 und 1934. Es geht u.a. um seinen Konflikt mit dem "im Reich" gebliebenen Gottfried Benn, um die Gründung der Zeitschrift "Die Sammlung" und den ersten Roman des Exils: "Flucht in den Norden"


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Klaus Mann Band 4: Repräsentant des Exils (1933 - 1937)

Band 4.2: Im Zeichen der Volksfront (1934 - 1937)

Neuerscheinung Frühjahr 2006
72,00 EUR (D)/ 121,00 CHF/ 74,00 EUR (A)
ISBN 3-935596-95-2


Alle Hoffnungen, daß die Herrschaft des Nationalsozialismus eine vorübergehende Erscheinung sei, hatten sich zerschlagen. In Paris treffen sich 1935 Schriftsteller aus aller Welt, um ihre Möglichkeiten zur "Verteidigung der Kultur" zu erörtern, und nach langem Zögern bekennt sich auch Thomas Mann zur Emigration. "Im Zeichen der Volksfront" heißt der zweite Teil des vierten Bands der "Klaus-Mann-Schriftenreihe" über die Jahre 1935 bis 1937. Er erzählt von der Formierung der Volksfront, aber auch vom Scheitern der "Sammlung" und von übermächtigen Depressionen. Es geht außerdem um das Tschaikowsky-Portrait "Symphonie Pathetique", um den für die Geschichte der Klaus-Mann-Rezeption zentralen Roman "Mephisto" und die traurig-bittere Erzählung "Vergittertes Fenster" über König Ludwig II. von Bayern.


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Klaus Mann Band 5: Trauma Amerika (1937 - 1942)
Erstausgabe 1986, 493 Seiten
52,00 EUR (D)/ 89,00 CHF/ 43,50 EUR (A)
ISBN 3-935596-96-0


"Escape to Life" nannten Erika und Klaus Mann ihre Bestandaufnahme der "deutschen Kultur im Exil". Es war die erste Publikation der beiden in den Vereinigten Staaten und in englischer Sprache. "Hoffnung Amerika", wie für so viele Auswanderer seit Mitte des 19. Jahrhunderts? Amerika wurde zur letzten Zuflucht Klaus Manns, als sich die Situation in den europäischen Exilländern zuspitzte und die Gefahr eines Kriegs wuchs. Die Politik des Appeasements ließ aus der Hoffnung jedoch das "Trauma Amerika" werden - so der Titel des fünften Bands der "Klaus-Mann-Schriftenreihe" über die Jahre 1937 bis 1942. Klaus Mann wurde als ‹Kommunist› und ‹pervers› denunziert und vom FBI bespitzelt, die Bemühungen des früheren Pazifisten um die Aufnahme in die US-Armee blieben lange erfolglos. Klaus Mann schrieb in diesen Jahren das große Exilepos "Der Vulkan", scheiterte ein zweites Mal mit dem Versuch einer Zeitschrift, "Decision". In Amerika erschienen auch seine zweite große Autobiographie, "The Turning Point", und "André Gide and the Crisis of Modern Thought".


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Klaus Mann Band 6: Der Tod in Cannes (1943 - 1949)
Erstausgabe 1996, 815 Seiten
78,00 EUR (D)/ 131,00 CHF/ 80,20 EUR (A)
ISBN 3-935596-97-9


Klaus Mann kämpfte als Soldat der US-Armee gegen das nationalsozialistische Deutschland. Im Februar 1944 betrat er wieder europäischen Boden. Doch was war gewonnen, als der Krieg vorbei war? Zwölf Jahre lang hatte Klaus Mann seine Energie in die Einheitsfront gegen den Nationalsozialismus gesteckt, hatte für einen "humanistischen Sozialismus" gestritten, der Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit verbindet. Doch der Sieg über Nazi-Deutschland ist für ihn mit zwei deprimierenden Erfahrungen verbunden: Die Allianz gegen Hitler zerbricht in zwei politische Lager, und neue Konflikte, kalte und heiße Kriege überall in der Welt, sind programmiert. Und in Deutschland gilt der Exilant nichts, seine Bücher und seine Stimme sind nicht gefragt. Unter dem Titel "Der Tod in Cannes" beschreibt der sechste Band der "Klaus-Mann-Schriftenreihe" die Jahre 1943 bis zum Freitod des Autors am 21. Mai 1949.


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Alle sechs Bände können unter der ISBN 3-935596-98-7
zum Paketpreis in Höhe von EUR 280,00 bezogen werden.
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Pressestimmen

Rechtzeitig zum 100. Geburtstag Klaus Manns wurde ein Werk abgeschlossen, das hohen Respekt verdient: Fredric Krolls Klaus-Mann-Schriftenreihe. Diese 1976 begonnene Arbeit rekonstruiert auf über 3000 Seiten akribisch das Leben und Schreiben Klaus Manns, beinahe von Tag zu Tag. Krolls Bände sind die unerlässliche Basis aller künftigen Klaus-Mann-Forschung, auch wenn man sich bei der Lektüre gelegentlich ein kritischeres Urteil über den Helden wünscht. (Uwe Naumann in Die Zeit, 16. November 2006)

Eine lohnende Lektüre auch deshalb, weil der Antinazi Klaus Mann hier nochmals als jener Individualist erkennbar wird, der sich im Unterschied zu anderen Kollegen nie vom Stalinismus instrumentalisieren ließ. (Marko Martin über den Band 4.2 in Männer aktuell 10/2006)

Wer es ganz genau wissen will in Sachen Klaus Mann - Leben und Werk, dem sei die bei Männerschwarm erschienene sechsbändige Klaus-Mann-Schriftenreihe empfohlen. (Adam August/September 2006)

 
 


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