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Die Initiative Queer Nations ist eine Allianz von WissenschaftlerInnen, die den akademischen Diskurs um "queere" Fragestellungen auch öffentlich fruchtbar machen will - zu diesem Zweck erscheinen bei Männerschwarm die Queer Lectures. InteressentInnen können sie aber auch abonnieren: direkt bei Queer Nations.

Website "Queer Nations" :

Pressestimmen


Queer Lectures Heft 12

Volker Woltersdorff (d.i. Lore Logorrhöe):
Coming-out: Strategien schwuler Selbstbehauptung
seit Stonewall

hrsg. von Jan Feddersen

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-86300-101-8

Seitdem Judith Butler ihren Begriff "queerer" Wissenschaft und Politik entwickelt hat, streiten sich zwei Flügel über die Frage, wie radikal die Abkehr von heteronormativen Identitätskonzepten ausfallen müsse. Volker Woltersdorff arbeitet die Kontroverse anhand der Coming-out-Strategien der 70er und der 90er Jahre heraus und analysiert die Entwicklung vom "schwulen Bürgerschreck" zum "Musterknaben", der im Normengefüge der bürgerlichen Gesellschaft angekommen ist. Seine These: Den Preis für die Integration zahlen sexuelle Dissidenten wie Transsexuelle, Intersexen oder Sadomasochisten. Sie müssen draußen bleiben! Sein Plädoyer: Wer sich heute queer nennt, sollte nicht auf schwul-lesbische Integration setzen, sondern das Potenzial aller sexuellen Dissidenten für eine umfassende Befreiung des Individuums von sexueller Normierung nutzen.


erscheint Juli



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Queer Lectures Heft 11

Lutz van Dijk:
Ist Liebe ein Menschenrecht?

Zur Bündnisfrage von Minderheiten und Mehrheiten.
Eine südafrikanische Antwort auf Judith Butlers "Berliner Rede"

hrsg. von Tatjana Eggeling &Jan Feddersen

mit einem Nachwort von Jan Feddersen
kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-86300-058-5

Judith Butler hat in ihrer "Berliner Rede" 2010 (Judith Butler: Queere Bündnisse und Antikriegspolitik) die Frage sexueller Emanzipation im Zusammenhang queerer Bündnisse von Minderheiten diskutiert und an diese Bündnisse hohe theoretische Erwartungen gestellt. Lutz van Dijk antwortet ihr aus den Niederungen der Praxis heraus. Er stellt ihr eine Position gegenüber, die vom universellen Menschenrecht jenseits der Rechte von Minderheiten oder Mehrheiten ausgeht und diskutiert vor dem Hintergrund seiner Arbeit in Südafrika und den Erfahrungen bei der Überwindung der Apartheid, wie Menschenrechte für schwule, Lesben, Transgender und Transidente durchgesetzt werden können.

Lutz van Dijk, geboren 1955 in Berlin, später Lehrer in Hamburg und 1992-1999 Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam, seit 2001 Kodirektor der südafrikanischen Stiftung HOKISA in Kapstadt, die sich für von Aids betroffene Kinder und Jugendliche engagiert (www.hokisa.co.za). Autor zahlreicher Jugend- und Sachbücher, auch zu Rechten sexueller Minderheiten («Verdammt starke Liebe», «Überall auf der Welt», «Einsam war ich nie», «Sexuelle Vielfalt lernen», «Die Geschichte von Liebe und Sex»). Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und erhielten mehrere internationale Auszeichnungen (in Deutsch-land u.a. den Gustav-Heinemann-Friedenspreis). 2004 erhielt er den Rosa-Courage-Preis, 2009 wurde ihm die Poetik-Professur der Universität Oldenburg verliehen. Mehr unter: www.lutzvandijk.co.za. Lutz van Dijk gehört in Deutschland u.a. dem Beirat der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK sowie dem Kuratorium der Initiative Queer Nations e.V. an.



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Queer Lectures Heft 10

Ilka Quindeau:
Wie wird man heterosexuell?

hrsg. von Jan Feddersen

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-85-8

In biologistischer Sichtweise werden Geschlecht und Sexualität miteinander verknüpft. Es gibt männliche und weibliche Sexualität, egal ob homo oder hetero. Ilka Quindeau stellt diese Festlegungen in einem originellen Rückgriff auf Freud in Frage. Sie entwickelt ein Konzept von Bisexualität, die nicht nur in der Richtung des Begehrens offen ist, sondern auch im eigenen Empfinden nicht auf "männlich" oder "weiblich" festgelegt ist. Lustempfinden und Begehren sind demnach nicht einseitig im Körper verwurzelt, sondern bilden sich als Antwort, als Reaktion auf das heraus, was ihm von außen Befriedi gung bereitet.

Ilka Quindeau ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der FHS Frankfurt.

Erscheint Juni



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Queer Lectures Heft 9

Judith Butler:
Queere Bündnisse und Antikriegspolitik

hrsg. von Tatjana Eggeling

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-83-4

Im Juni 2010 hat Judith Butler den Zivilcourage-Preis des Berliner CSD abgelehnt. Die Veranstaltung sei zu kommerziell, würde sich nicht von Rassismus und Islamophobie distanzieren und so den Kampf um die Rechte von Homosexuellen auf Kosten anderer Minderheiten führen. Der Vortrag, den die Philosophin und Geschlechter-Theoretikerin aus den USA zwei Tage zuvor in Berlin gehalten hat, macht deutlich, worum es ihr geht: Emanzipation muss heute global gedacht werden, einzelne entrechtete Minderheiten sollen nicht auf ihre Identitäten pochen. «Queer» bedeutet für sie gerade die Verweigerung eines Identitätslabels und ermöglicht dadurch neue Bündnisse gegen jene «Institutionen», die einer Emanzipation wirkungsmächtig gegenüber stehen: Polizeigewalt, Militarismus, Nationalismus und Männlichkeit.



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Queer Lectures Heft 8

Andreas Pretzel:
Homosexuellenpolitik in der frühen Bundesrepublik

hrsg. von Tatjana Eggeling

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-82-7

Die 1950-Jahre waren ein ambivalentes Jahrzehnt: Sie bedeuten erfolgreiche Demokratisierung und zugleich eine erfolgreiche Restauration. Pretzel zeigt in einem kurzen, gut lesbaren Überblick, was dies für die Homosexuellen bedeutet hat.

Über den Autor
 



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Queer Lectures Heft 7

Robin Bauer:
"Ihre Eltern dachten, dass sie ein Junge wäre."
Transsexualität und Transgender in einer zweigeschlechtlichen Welt

hrsg. von Tatjana Eggeling

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-76-6

Zur Zeit nur lieferbar als Ebook / Epub
EUR 3,99

Transsexuelle, die von einem Geschlecht zum anderen wechseln, Transgenders, die zwischen den Geschlechtern leben, Intersexuelle, deren biologisches Geschlecht weder eindeutig Mann noch Frau entspricht: Robin Bauer stellt die Vielfalt von Transgender Identitäten und Lebensweisen vor und entwickelt daraus die queere Kritik an der vorherrschenden, als natürlich aufgefassten Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit. Es geht um das Wechselspiel von «Betroffenen», Medizin und Psychiatrie, um die Formierung der Transgender-Bewegung und das schwierige Verhältnis von schwul-lesbischer und Trans-Bewegung bzw. Szene.

Robin Bauer ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Hamburg & Göttingen für Queer Studies und Gender & Queer Science Studies (Naturwissenschaftskritik).

"Bauer liefert einen guten Überblick über die aktuellen Diskussionen, Konflikte und Kämpfe. Die Broschüre ist empfehlenswert auch für Eltern, Jugendmitarbeiter und Lehrer." (Bettina Dyttrich in WOZ)



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Queer Lectures Heft 6

Manfred Bruns:
Homosexualität und deutsche Jurisdiktion
Zur Umsetzung der Yogyakarta-Prinzipien in Deutschland

mit einem Beitrag von Jan Feddersen
hrsg. von Tatjana Eggeling

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-67-4

Manfred Bruns zeichnet in seinem Aufsatz "Die Emanzipation der Lesben und Schwulen und die deutschen Gerichte" nach, wie die deutsche und internationale Rechtssprechung die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen diskutiert und umgesetzt haben. An den Beispielen der Bundesverfassungsgerichtsurteile aus dem Jahr 1957 zum §175, zur "Aktion Standesamt" im Jahr 1993, mit der rund 250 Lesben- und Schwulenpaare ver-suchten, bei Standesämtern ein Aufgebot zu bestellen, und zum Lebenspartnerschaftsgesetz im Jahr 2002 belegt Bruns, wie schwer sich insbesondere deutsche Gerichte damit tun, sexuel-le Orientierung und geschlechtliche Identität als etwas zu betrachten, was nach dem Gleich-heitsgrundsatz des Grundgesetztes ebenso wenig Grund für Diskriminierung sein darf wie etwa ethnische Herkunft oder Geschlecht.

Manfred Bruns, Jahrgang 1934, war bis zu seiner Pensionierung in Sommer 1994 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Er war Mitglied der Enquete-Kommission "AIDS" des Deutschen Bundestages, ist einer der Sprecher des LSVD e.V., und arbeitet bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ)" sowie bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Lesbische Paare (SLP)" mit. In den vergangenen Jahren hat er sich in zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen für die Rechte der Homosexuellen und für Menschen mit HIV und AIDS engagiert.



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Queer Lectures Heft 5

Claudia Liebrand:
"John Wayne wouldn't like gay cowboys."
Ang Lees Western Brokeback Mountain und die Gendertradition

hrsg. von Tatjana Eggeling

kartoniert, 48 S., EUR 6,00
ISBN 978-3-939542-38-4

Die Autorin führt uns in die Re-Lektüre des Genres ‹Western› ein, die uns Ang Lees Film Brokeback Mountain ermöglicht. Sie vertritt die These, dass Verhandlungen von Homosexualität und Homoerotik für dieses Genre immer schon konstitutiv waren, dass kaum ein Western ohne den Subtext Homosexualität auskommt. Indem das amerikanischste aller Filmgenres die heterosexuelle Männlichkeit seiner Protagonisten behauptet, liefert es zugleich deren Bedrohung immer mit. Liebrand zieht zum Vergleich Western wie Die glorreichen Sieben oder Butch Cassidy und Sundance Kid heran.

Claudia Liebrand studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Freiburg, habilitierte sich über E.T.A. Hoffmann und ist seit 1999 Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft / Medientheorie an der Universität zu Köln.



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Queer Lectures Heft 1-4

Im ersten Heft der Publikationsreihe QUEER LECTURES sind vier ForscherInnen versammelt, die sich aktuellen Fragen stellen:

  • Die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling ergründet die Ursachen der spezifischen Homophobie im nach wie vor männerbündlerisch dominierten Fußball;
  • der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker hat anlässlich des 150. Geburtstags Sigmund Freuds die psychoanalytischen Befunde im Hinblick auf Homosexualität neu gelesen;
  • die Sexualhistorikerin Dagmar Herzog diagnostiziert den christianisierenden Charakter des US-amerikanischen Diskurses zur Sexualität;
  • der Germanist Andreas Kraß untersucht das Sprechen über Metrosexualität als eine spezifische Ausprägung des Antihomosexuellen.

herausgegeben von Tatjana Eggeling & Jan Feddersen
kartoniert, 152 Seiten, 14,00 EUR
ISBN: 978-3-939542-26-1



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Einige dieser Titel können bei Libreka Volltextsuche teilweise eingesehen werden.


Pressestimmen

Die Schriftenreihe "Queer Lectures" verkompliziert die Welt. Gut so!
Didi Neidhart in Skug

Solide Wissenschaft auf einem Niveau, das jeder versteht.
Hinnerk 7/2008


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